Unser neues Feindbild: Eine südländische Erscheinung

Autor: Horst Schulte · abgelegt in Gesellschaft · am: 26-08-2008 · 7 Kommentare · PDF

Jugendliche © Fragenus @ Pixelio.de
Jugendliche © Fragenus @ Pixelio.de

Die Meldungen gleichen sich:

[…] Das Opfer kann die Schläger wie folgt beschreiben: Etwa 17 bis 19 Jahre alt und circa 1,80 Meter groß, südländische Erscheinung. […]

Eben las ich die Mitteilung in dem Newsletter des Kölner Stadt-Anzeiger. Ähnlich klang das zuletzt, als es um den Überfall von Jugendlichen Gewalttätern auf ein Volksfest ging:

[…] Die vier bis sechs mutmaßlichen Täter werden im Polizeibericht als „südländisch“ aussehend beschrieben. […]

Einschlägige Hetzseiten nehmen solche „Hinweise“ sofort auf und schlachten sie aus. Keine Ahnung, wie man so etwas verhindern kann.

Ist ein solcher Gedanke, wie der, den ich da in meinen letzten beiden Sätzen geäußert habe, eigentlich  Bestandteil des Problems? Ist das schon eine Verharmlosung und die Verweigerung, die Realitäten zu sehen? Viele sehen das so. Ich habe dafür auch Verständnis. Wenn es so ist, dass eine hohe Zahl von Gewalttaten von ausländischen Jugendlichen verübt wird, werden wir an dieser Situation nichts ändern, wenn wir sie nicht richtig beschreiben. Weiterlesen »

"Rio", Till Brönners neues Album erscheint am 19.9.2008

Autor: Horst Schulte · abgelegt in Jazz · am: 27-08-2008 · 0 Kommentare · PDF

 

Tracklist:
image Misterios
O Que Sera?
Só Danço Samba
Once I Loved
Evening
Ela E Carioca
High Night
Cafe Com Pao
Ligia
Sim Ou Nao
A Ra
Bonita
Aquelas Coisas Todas
Interview
Só Danço Samba – Nicola Conte Rework [Pre-Order Only]

Digital Booklet – Rio

Den Titel "Só Danco Sambo" habe ich mir schon angehört.  Klingt irgendwie, wie er heißt. Bin gespannt. Das Album gehört jedenfalls mir. Ehrensache.

Hier weitere Infos zum Album.

Nee, ich krieg kein Geld dafür. Bin nur ein glühender Verehrer des Musikers und Menschen Till Brönner.

Der Sommer ist gelaufen

Autor: Horst Schulte · abgelegt in Privates · am: 27-08-2008 · 0 Kommentare · PDF

Irgendeine Wetterfee hatte letzte Woche, als wir noch in der Schweiz weilen, die Hoffnung auf ein Azorenhoch in die Welt gesetzt. Meine Frau und ich fuhren also guten Mutes nach Hause und hofften auf eine schöne und ganz ausnahmsweise sonnige Woche.
Zwei Wochen hatten wir mit ziemlich gemischtem Wetter ja bereits hinter uns.
Und? Hallo! Keine Sonne, alles grau in grau. Meine Stimmung wird auch nicht besser. Am Montag geht’s wieder ran. Pünktlich zum Wochenbeginn, habe ich nun wieder gelesen, soll es übrigens den Beginn des Altweibersommers geben. Alles leere Versprechungen. Das sollten sich diejenigen vor Augen halten, die nun ihren Urlaub in deutschen Landen oder so beginnen.
Haut ab – mindestens nach Spanien oder Italien. Sonst kriegt ihr keine Sonne mehr ab. Das ist gelaufen – sag ich mal.

Maischberger: Tagte der ARD-Ältestenrat?

Autor: Horst Schulte · abgelegt in Fernsehen · am: 27-08-2008 · 2 Kommentare · PDF

Sowas finden viele bestimmt witzig. Ich habe mich darüber geärgert. SpoN greift das Thema der gestrigen 1. Maischberger – Sendung nach der Sommerpause auf und übertitelt die „Geschichte“ in populärer despektierlicher Weise: „Aggression des Westens im ARD-Ältestenrat.

Der Autor des SpOn – Artikels schreckt nicht einmal vor wirklichen Unwahrheiten zurück. So hält er Maischberger vor, sie habe nicht eingegriffen, als der Vergleich mit dem Kosovo angesprochen wurde. Alle Teilnehmer haben in Wahrheit genau darauf hingewiesen, dass nämlich dieser Vergleich so nicht zu ziehen sei und  auch erklärt, weshalb das so ist.

Maischberger lässt das meist laufen – sie hat als Stamm-Interviewerin von Altkanzler Helmut Schmidt Erfahrung mit dem Rat der Alten.

Welt: Maischberger und der Nutzen eines Kalten Krieges
SpOn: Aggression des Westens im ARD-Ältestenrat

Was für eine blöde und unverschämte Bemerkung, die einmal mehr wohl einem „seriösen Journalisten“ zugeschrieben werden darf. Unglaublicherweise gibt es doch tatsächlich immer noch Journalisten, die es ihren Gesprächspartnern auch mal erlauben, einen Gedanken zu Ende zu bringen, ohne lautstark und häufig ohne Bezug zum vorher Gesagten dazwischenzuquatschen.

Ich fand diese Sendung sehr interessant. Das mag auch daran liegen, dass ich erfahrenen Menschen gerne zuhöre. Ich kann dabei immer etwas lernen.

Viele Aspekte wurden angesprochen. Soweit man es unseren uniformen Presseberichten richtig entnimmt, läuft es darauf hinaus, dass Russland die Zeit gekommen sieht, die eigenen Interessen nach Jahren  in der ihm gebührenden Weise wieder wahrzunehmen.

Dabei hat das Unvermögen des Westens, namentlich der NATO, eine wichtige Rolle gespielt. Hätte man nämlich gleich nach dem Zusammenbruch des „Warschauer Paktes“, wie Krone-Schmalz es kritisch angemerkt hat, die Chance ergriffen, eine neue Sicherheitsarchitektur für Europa gemeinsam mit den Russen zu erarbeiten, wäre uns diese Konfrontation ja vielleicht sogar erspart geblieben. Das aber hat man unterlassen, weil man die Russen gern so gesehen hat. Schwach und vielleicht sogar ein bisschen am Ende. Die Zeiten ändern sich.

Hoffentlich wird der Preis nicht zu hoch sein, den wir alle am Ende dieser in verbaler Hinsicht regelrecht wilden und wirklich besorgniserregenden Entwicklung dafür zu zahlen haben.

Beck: Ich bin doch nicht auf der Brennsuppe dahergeschwommen

Autor: Horst Schulte · abgelegt in Politik · am: 26-08-2008 · 1 Kommentar · PDF

Franz Müntefering @ Wikipedia
Bestimmt sind es nicht wenige, die sich Franz Müntefering in Partei- und/oder Regierungsämter zurückwünschen. Man braucht sich nur die Verfassung der SPD anzuschauen und kann das nachvollziehen. Die Führung der Partei äußerst sich diesbezüglich eher zurückhaltend. Beck verstehe ich manchmal nicht so ganz. Der FAZ hat er z.B. angesprochen auf die andauernde Kritik auch an seiner Person:

Ich glaube, dass man das verarbeiten kann, wenn am eine reiche Lebenserfahrung hat und weiß, dass man nicht auf der Brennsuppe dahergeschwommen ist, wie man bei uns sagt.

Auf der Brennsuppe dahergeschwommen. Ah ja.

Hier ein paar Aussagen anderer Politiker speziell zu Müntefering.

Struck: „Ich werde seinen Rat auf jeden Fall gebrauchen“
Maas will, dass Müntefering eine Rolle im Wahlkampf spielt, sagt aber dazu: „Dafür braucht man nicht unbedingt ein Amt“
Thierse fand: Es sei gut, wenn die SPD zeige, dass sie einen Kanzlerkandidaten und gutes anderes Führungspersonal habe
Beck hatte sich zuvor für eine „unterstützenden und beratenden Tätigkeit“ Münteferings ausgesprochen.
Außerdem sagte er: „Jede unterstützende und beratende Tätigkeit ist bei uns willkommen.“ Beck ergänzte später mit Blick auf Müntefering: „Es ist ehrenwert, wenn man mit 68 gebeten wird, seine Erfahrung mit einzubringen.“ Müntefering sei dazu „herzlich willkommen“.
Wowereit sagte sogar, es gebe im Moment in der Parteiführung keine Vakanz. Wenigstens er sprach Klartext.

Bin mal gespannt, wie das nun weitergehen wird. Die Parteibasis, so liest, will Müntefering zurück. Der alten Zeiten willen, vermute ich mal.

Wirtschaftsnobelpreisträger kommen ja selten aus Deutschland

Autor: Horst Schulte · abgelegt in Wirtschaft · am: 26-08-2008 · 2 Kommentare · PDF

Was Nobelpreisträger (hier Edmund Phelps) aber doch so für Ansichten haben. Eigentlich doch kein Wunder, dass die (fast) nie aus Deutschland kommen.

Weg mit dem öffentlichen Bankensektor, weg mit den Gewerkschaften, die notwendige gesellschaftliche Änderungen blockieren, weg mit Kündigungsschutz und Arbeitslosenversicherung, hin zu einem freien Arbeitsmarkt, der den Preis für Arbeit selbst bestimmt. Die Extreme kann der Staat dann durch ein Kombilohnmodell ausgleichen. Das ist sozial, weil es Arbeit schafft. […]

Verstehen Sie mich nicht falsch, aber man kann in Deutschland überleben, ohne etwas zu tun – das ist doch nicht normal.

Quelle

Schlechter Service – kein Trinkgeld?

Autor: Horst Schulte · abgelegt in Gesellschaft · am: 26-08-2008 · 0 Kommentare · PDF

Solche Umfragen finde ich immer prima. Da kann man wirklich davon ausgehen, dass eine ganze Menge Leute lügen, dass sich die Balken biegen. Davon bin ich deshalb überzeugt, weil ich selbst es auch so halte, dass ich selbst bei einem eher schlechteren Service trotzdem Trinkgeld gebe. So halten das, glaube ich, viele andere auch.

Ehrlich gesagt mag ich auch Leute nicht, die immer die „Wahrheit“ sagen müssen und sich darauf auch noch etwas einbilden. Wie viele Leute mögen unnötig durch diese Abart von Ehrlichkeit wohl schon verletzt worden sein? Jeder Tag ist anders. Jeder hat auch schon einmal einen schlechten Tag. Muss ich mich dann unbedingt zum „Richter“ über den aufspielen, der diesen schlechten Tag hat oder kann ich nicht auch mal über eine solche Schwäche hinwegsehen? Klar, kann ich meine Missbilligung zum Ausdruck bringen, wenn mir was nicht passt. Aber ich meine, dass wir nur allzu schnell mit Kritik dabei sind und die Sache mit dem Trinkgeld wäre in diesem Fall dann der Punkt auf dem I. Aber wie gesagt, ich glaube nicht, dass 41 % der Leute, die schlecht bedient werden, wirklich kein Trinkgeld geben. Andererseits ist das mit dem Trinkgeld in Deutschland ja solange auch noch nicht obligatorisch – oder? In manchen Kreisen vielleicht. Aber ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, dass mein Vater Trinkgeld gegeben hätte, wenn wir früher (ich rede von den 60-er oder 70-er Jahren) mal ausnahmsweise (1-2 x im Jahr) mit der Familie essen waren.

Rente? Is nich!

Autor: Horst Schulte · abgelegt in Politik · am: 25-08-2008 · 0 Kommentare · PDF

(c) mamarone / Pixelio.de

Ok. Ein bisschen bleibt schon noch. Nun müsste man eigentlich rausfinden, ob man sich nun auf diese „Information“ oder vielleicht doch lieber auf diese „Information“ verlassen will, möchte oder sollte.

Was, wenn die das alles nur veranstalten, um uns noch mehr Geld für die so genannte „private Vorsorge“ aus der Tasche zu ziehen? Nun, für uns ist das ohnehin zu spät. Die paar Riestergroschen, die wir noch dazu kriegen würden.

Was mich aber ganz besonders anstinkt ist die Feststellung, dass viele, viele blöde Ar…. versuchen, mit diesen Halbwahrheiten ihre Geschäfte zu machen. Das sollte eigentlich nicht so sein. Es geht um sehr viele Menschen, die sich immer mehr Sorgen um die Zukunft machen. Und glaubt mal nicht, dass das nicht auch auf die jüngere Generation abfärben wird. Wollen wir wirklich so weitermachen? Ein Wahnsinn!

Die chinesischsten Spiele aller Zeiten

Autor: Horst Schulte · abgelegt in Sport · am: 25-08-2008 · 2 Kommentare · PDF

Die Überschrift ist vom Kölner Stadt-Anzeiger geklaut. Dort hat Olaf Bachmann „die chinesischsten Spiele aller Zeiten“ in sehr gelungener Weise Revue passieren lassen. Hier ein kleiner Vorgeschmack:

Olympischer Geist: wurde nur bei der Eröffnungsfeier ganz kurz gesehen. Es hieß, er habe den gleichzeitigen Anblick von Hu Jintao, Wladimir Putin und George W. Bush nicht ertragen können.

den ganzen Artikel lesen

Yannick verkauft sein Blog

Autor: Horst Schulte · abgelegt in Internet · am: 24-08-2008 · 3 Kommentare · PDF

Es gibt nur noch die Schnellen und die Toten. Zählt das auch dazu?

Feldstudie: Blogschrott.net steht zum Verkauf

Verdammt, mich würde schon interessieren, wie man so etwas macht. Der Typ ist 15, ich 54. Es gibt eben Dinge, die kann man nicht lernen.

DB – demnächst Vollmitglied des kapitalistischen Systems

Autor: Horst Schulte · abgelegt in Wirtschaft · am: 24-08-2008 · 3 Kommentare · PDF

Schon bald wird die Deutsche Bahn an die Börse gehen. Alle Welt spricht davon und unpopuläre Maßnahmen, die vom Vorstand durchgezogen werden, sollen damit im Zusammenhang stehen. "Die Bahn macht sich für den Börsengang schön." So nennt man das im Fachjargon oder was auch immer das für eine Sprache ist.

Erneut wurden Preiserhöhungen angekündigt. Gleichzeitig werden die Löhne gekürzt, obwohl wir dort doch erst kürzlich einen der schwersten Arbeitskämpfe (GDL) gehabt haben. Zudem werden Investitionen gekürzt und Tausende von Beschäftigten in "Billigtöchter" verlagert – oder sagt man ausgelagert? Beides keine allzu hübschen Begriffe, wenn man davon ausgeht, dass es sich um Menschen handelt bzw. deren Existenzen massiv berührt sind. Bei der Telekom war, meine ich, in diesem Zusammenhang auch gern von Auslagerung von Arbeitsplätzen die Rede.

Der Vorstandsvorsitzende Mehdorn hat sich harte Gefechte mit GDL-Chef Schell während des nicht enden wollenden Streiks geliefert und zwischendurch hörte man, dass er seine Antwort auf das von der Gewerkschaft erkämpfte und aus Sicht Mehdorns unerhörte Ergebnis geben wolle. Es sollten Stellen in größerem Umfang abgebaut werden. Nach sofort einsetzender öffentlicher Empörung ruderte er erst einmal zurück. Vielleicht hat der Mann ja doch auch Berater, auf die er hört.

Nun hat man sich eine Weile zurückgezogen und kommt mit ganz neuen Modellen heraus. Perfide aber durchaus zielgerichtete Modelle, wie man feststellen kann. Es geht um den schon erwähnten, bevorstehenden Börsengang des Unternehmens. Mehdorn ist ein konsequenter und beinharter Manager. Auch wenn er kein gutes Standing in der Öffentlichkeit hat, er macht das, was die späteren Aktionäre und was der heutige Eigentümer von einem guten Manager erwarten. Er nutzt -mit aller gebotenen Härte-die sich bietenden Möglichkeiten, um die Gewinne seines Unternehmens zu verbessern. Er weist steigende Gewinne in Milliardenhöhe aus. Aber wie das so ist, es scheint nicht zu reichen. Und schließlich ist auch die Bahn demnächst Vollmitglied des kapitalistischen Systems.

Bei der Bahn herrscht Personalmangel. Auch eine Folge der bevorstehenden Privatisierung. Deshalb setzt man nun (natürlich wiederum aus Kostengründen) auf Zeitarbeit. Unter den Zeitarbeitern befinden sich auch Lokführer, die ganz besondere Verträge von der DB erhalten haben. Der Konzern hat sie in einer neunmonatigen Umschulungsmaßnahme zu Lokführern ausbilden lassen (wann begann der Ärger mit der GDL noch gleich?) und wird diese jetzt zu sehr viel "günstigeren" Bedingungen dort einsetzen, wo Not am Manne ist. Es haben sich auf die entsprechenden Stellenausschreibungen über 10.000 Bundesbürger gemeldet. 1000 Lokführer wurden gesucht. 800 Leute befinden sich derzeit in den entsprechenden Schulungsmaßnahmen. Man kann sich ausmalen, was aus den GDL-Lokführern wird, wenn dieses Modell erfolgreich sein sollte. Sie werden ganz schön unter Druck geraten.

Die Lokführer sollten zum Einstand ein Jahresgehalt von ca. 32.000 Euro erhalten. Nach Vorlage der Verträge kommt man aber nur auf ca. 21.000 Euro jährlich. Das macht ca. 1000 Euro monatlich weniger als zugesagt. Bei ca. 156 Monatsstunden (inkl. Schicht- und Nachdienst) erhält der Lokführer dieses neuen Typs einen Grundlohn von 7,50 Euro/Std. Die GDL – Leute erhalten zu Beginn ihrer Tätigkeit 17 Euro. Nach den neuen Verträgen kann ein Lokführer maximal 12 Euro erhalten (inkl. aller Zulagen).  Die GDL will angeblich die DB verklagen. Da darf man mal auf das Ergebnis gespannt sein.

Eine Zeile aus dem Kommentar, den ich hierzu im Kölner Stadt-Anzeiger las, macht übrigens gewisse Relationen deutlich:

Ein Lokführer in Zeitarbeit verdient damit inklusive Zulagen so viel im Jahr wie Konzernchef Mehdorn in zwei Tagen.

 

ad hoc-News | Kölner Stadt-Anzeiger: Auf die Billigschiene geschoben | Frankfurter Rundschau: Interview mit GDL-Vizechef Grünwoldt

Robert will uns ärgern

Autor: Horst Schulte · abgelegt in Internet · am: 24-08-2008 · 7 Kommentare · PDF

1 Artikel, 1 Kommentar, 300 Seitenaufrufe. Einige der Tatsachen, die Blogoscoop ihm, also Robert, offenbart hat. Für Leute, die sich umschauen und natürlich tut er das, ist das bestimmt keine große Überraschung gewesen. Aber man kann ja mal auf den Busch klopfen. Und schwupp – für diese Feststellung erhält er 38 + x Kommentare.

Ich weiß ja nicht, wie man das hinkriegt. Den einen fliegen die Herzen Kommentare einfach zu. Die andere mühen sich ab und (fast) nix passiert. Aber – wie heißt es doch so schön: Geteiltes Leid ist halbes Leid.Not worthy

Und natürlich gibt es sie doch: Die Dialoge, die einen ganz gefesselt, angespannt, abgestoßen und manchmal sogar etwas angeekelt am Bildschirm kleben und Blogs lesen zu lassen. Eben hatte ich mal wieder so etwas wie eine solche Offenbarung.

Ist das nicht einfach wunderbar?

Autor: Horst Schulte · abgelegt in Unsortiert · am: 24-08-2008 · 2 Kommentare · PDF

Wenn ein Schiff vorüberfährt...

Wahrsager: Sie sind unter uns

Autor: Horst Schulte · abgelegt in Sport · am: 24-08-2008 · 1 Kommentar · PDF

Wahrsager: Sie sind unter uns

Wenn wir doch alle schon so weit wären. Am 9.8. wusste der Kölner Stadt-Anzeiger schon Bescheid. Was hätte man mit diesem Wissen alles tun können. Wetten abschließen zum Beispiel.

Linke Blogger ganz unbeteiligt. Und/oder unsolidarisch?!

Autor: Horst Schulte · abgelegt in Internet · am: 22-08-2008 · 9 Kommentare · PDF

Für mich ist es eine Überraschung. Malte nimmt meine Ausführungen von gestern als ein Beispiel für eine der "schönsten Fehldeutungen" im Zusammenhang mit Marco Kannes Ärger mit dem "DGB".

Für Malte

überschlagen sich einige Blogger mit Solidaritätsbekundungen

Ach. War wohl eine Überraschung, dass es in (in Teilen) der Blogosphäre so etwas wie Solidarität gibt?

Die Reaktionen von "Spreeblick" hatte ich nicht erwartet. Ich bin enttäuscht und verwirrt.

Stimmungsmache mit Mutmaßungen

Autor: Horst Schulte · abgelegt in Gesellschaft · am: 22-08-2008 · 1 Kommentar · PDF

Für die einen waren es Gewalttäter mit Migrationshintergrund, für die anderen Rechtsextreme. Jedenfalls war es ein Überfall auf ein Volksfest mit vielen Verletzten. „Focus“ berichtet, dass die Polizei von einer „neuen Qualität der Gewalt“ spricht. Wo kämen wir auch hin, wenn nicht bei jeder sich bietenden „Gelegenheit“ neue Superlative geboten würden. Und wenn es, wie in diesem Fall halt, nur eine „neue Qualität der Gewalt“ ist.

Ich habe selbst schon Festzelt-Schlägereien miterlebt – leider. Ziemlich beängstigend, wenn man sieht, mit welcher Brutalität manche Leute agieren.

Das erste Volksfest in Deutschland überhaupt fand im Jahr 836 statt. Seither hat es bestimmt eine ziemliche Menge Schlägereien anlässlich solcher kollektiven Besäufnisse gegeben. Die Fans solcher Veranstaltungen mögen mir meine abfällige Bemerkung bitte verzeihen. Jedenfalls glaube ich, dass es solche Schlägereien (auch mit ähnlich widerlichen „Verlautbarungen“) schon gab, als die „Kirmes“ noch in den Kinderschuhen steckte.

Beteiligt waren damals vielleicht keine Migranten, wohl aber „Zugereiste“ wie die Bayern Leute aus anderen Gegenden Deutschlands nennen, die sich im Dorf oder der Gemeinde breitmachen. Da entladen sich Spannungen, die dann nicht selten in solchen Keilerein enden. Das klingt nach Kleinreden. Das läge mir aber fern. Mir geht es nur darum, die Dinge nicht zu eskalieren, bevor sie überhaupt aufgeklärt sind. Vielleicht wäre es klug, wenn man sich darauf verständigen könnte.

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Telekom schließt 39 Callcenter

Autor: Horst Schulte · abgelegt in Wirtschaft · am: 22-08-2008 · 0 Kommentare · PDF

Seit April bin ich wieder Kunde bei der Telekom. Alles bestens! Seit vorgestern gab es ein paar Aussetzer in meiner DSL-Verbindung. Gestern, um die Mittagszeit herum, wieder. Also rief ich mal eben unter einer 800er Nummer an, die ich mit dem seinerzeitigen Anschreiben von der Telekom eigentlich für Rückfragen zu meiner Vertragsumstellung erhalten hatte. Eine andere hatte ich nicht, und ich war zu faul, die Auskunft anzurufen. Internet gab’s ja gerade nicht.

Ich hatte sofort Anschluss. Eine freundliche Dame ließ sich das Problem schildern und prüfte sofort (und ohne mich weiter zu verbinden), ob es an der Leitung liegt. Sie kam bis zum DSL-Modem durch. Die Leitung war’s also nicht. Die Dame sagte mir, dass ich gleich zurückgerufen würde. Man würde in der Zwischenzeit weitere Messungen durchführen. Danach wollte sie mich an einen anderen Platz verbinden, um weitere Checks durchzuführen. Nach 5 Minuten kam der Rückruf. Die Leitung war definitiv störungsfrei. Ich wurde an einen Kollegen weiter verbunden. Mein Router hatte sich scheinbar "aufgehängt". Jedenfalls lief alles wieder, nachdem ich ihn (den Router) kurz vom Strom genommen hatte.

Abschließend wurde ich noch kurz an "die Kollegen von T-Online" durchgestellt. "Vielleicht haben die ja noch eine Idee." Auch dort wurde ich direkt (ohne jegliche Zeitverzögerung) "bedient". Die Mitarbeiterin empfahl mir, sollte es sich wiederholen, dass der Router verrückt spiele, mich einfach noch einmal zu melden. Man werde dann eine Lösung für das Problem suchen und ggf. ein Austauschgerät zur Verfügung stellen.

Das kann man wohl nur als absolut perfekten Service bezeichnen!

So sollte es doch sein – oder? Ich bin jedenfalls hoch zufrieden und sehe mich in meiner Entscheidung bestätigt, wieder zur Telekom zurückzugehen. Abgesehen davon war das nicht die erste positive Erfahrung, die ich mit dem Kundendienst der Telekom (zu deutsch "Hotline") gemacht habe. Das ist in meinen Augen schon deshalb erwähnenswert, weil diese kompetente und freundliche Art in anderen Firmen heute durchaus eher die Ausnahme als die Regel darstellt.

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Hitler als Kronzeuge für Mindestlohnforderung des DGB genannt

Autor: Horst Schulte · abgelegt in Gesellschaft · am: 21-08-2008 · 13 Kommentare · PDF

Mit der Forderung nach Mindestlöhnen tue ich mich schwer. Mehrfach habe ich dazu was gebloggt. Ich schwanke hin und her zwischen der Überzeugung, dass man Menschen für eine ordentliche Arbeit auch ordentlichen Lohn zahlen soll und der Sorge, dass durch die Einführung von Mindestlöhnen  Arbeitsplätze vernichtet werden könnten.

Der Stand der Diskussion ist offen. Seltsam fand ich den Standpunkt der Gewerkschaften. Die hätten es in den Tarifverhandlungen doch in der Hand gehabt, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Mindestlöhne überflüssig wären. Warum ist es dann anders? Haben sie etwa versagt?

Seit langem werden Krokodilstränen vergossen, weil die böse Wirtschaft und diejenigen Vertreter in der Politik, die wirtschaftsliberale Interessen vertreten, sich vehement gegen die Einführung von Mindestlöhnen wehren. Daran beteilige ich mich, je nach Stimmungslage auch.

Die Forderung nach Mindestlöhnen sehe ich dennoch kritisch. Aber ich gehöre nicht zu denen, die daraus einen ideologischen Feldzug machen. Wie gesagt: Auch deshalb, weil unsere Gewerkschaften es mehr oder weniger in der Hand gehabt hätten. Sie haben ihre Chance gehabt. Vielleicht sind sie auch längst so geschwächt, dass solch wichtige gesellschaftlichen Aufgaben von diesen gar nicht mehr geleistet werden könnten.

Nun lese ich, dass ein geschätzter Bloggerkollege, der davon übrigens nichts weiß (ich meine, dass er von mir geschätzt ist), vom DGB abgemahnt wurde, weil er einen zugegebenermaßen rüden Vergleich in bildlicher Form angestellt hat. Seht selbst.

Ich war, als ich die Verhohnepiepelung sah, erst einmal nicht sonderlich angetan. Der DBG indes geht zu weit. Solche Drohgebährden (Abmahnungen im Allgemeinen -was Wunder-) kotzen mich an. Außerdem sind sie einer Gewerkschaftsorganisation einfach nicht angemessen. Jedenfalls finde ich das.

Marco Kanne hat meine volle Unterstützung!

Folgende Reaktionen gibt es bisher bereits:

“Freiheit für Marco”
“Deutsche Abmahnfront DAF)”
“DGB vs. Tucholsky”
“Gesicht zeigen!”
“Solidarität mit Opponent.de!”
“DGB-Seite: Werbung für den Mindestlohn mit Adolf Hitler!”
“Witzlos/Humorlos”
“DGB droht mit Klage”
“Was der DGB von Artikel 5 GG hält…”
Screenshots, Abmahnwahn und Solidarität mit dem Opponenten
“Der DGB vs. der freie Geist der Gewerkschaften”

Einen Wermutstropfen habe ich zu vergießen: Behauptet wird, dass insbesondere Linke sich durch Aktionen, wie der DGB sie hier vollführt, hervortun würden. Das streite ich ab. Aber natürlich gibt es auch unter uns Linken solche und solche. Wie überall übrigens.

Und, das kann ich mir nicht ersparen – ein vernünftiger Umgang miteinander schließt übrigens auch ein, dass man nicht ganze Bevölkerungsgruppen dieses Landes ohne Unterlass in verletzendster Weise kriminalisiert. Damit kein Missverständnis auftritt: Ich meine damit die Muslima und Muslime, die mit uns in Deutschland leben.

Wenig Überraschendes. Aber …

Autor: Horst Schulte · abgelegt in Politik · am: 21-08-2008 · 0 Kommentare · PDF

Das ist ja nicht gerade überraschend, was ich heute im Kölner Stadt-Anzeiger über die Veränderung der Interessen der 14 bis 29jährigen seit 1998 gelesen habe. Zumindest, was die Computernutzung anlangt. Schließlich hat sich insgesamt seitdem Gravierendes getan. Gibt’s überhaupt noch Haushalte ohne Computer? Und – Web 2.0 ist schließlich auch dazu gekommen Chatterbox.

Ein wenig schmerzlich finde ich die Tatsache, dass sich deutlich weniger junge Leute für Politik interessieren. Alle maulen über die Politik. Allen voran die Medien. Wir alle -nicht nur die Jugend- hat es einfach satt, sich mit dem zu beschäftigen, wofür wir ja schließlich Politiker und Politikerinnen bezahlen. Haut doch ab mit eurer Scheiße.

So geht’s natürlich auch nicht. Wir zerstören systematisch unsere Möglichkeiten, wenn wir einerseits alles schlecht machen, was wir hören und sehen und uns auf der anderen Seite kein bisschen bereit sind, uns einzubringen, in das was man gemeinhin Gesellschaft nennt.

Kosmetik und Make-up mögen auch ganz wichtig sein. Wer hat schon gern sichtbare Pickel im Gesicht? Aber Politik, das ist doch was Handfestes. Außerdem kann da doch auch jeder mitreden und sich richtig doll echauffieren – über die Fehler der anderen, versteht sich.

Und .. Gärten wollen übrigens auch gepflegt werden.

Irgendwann geht auch die schönste Zeit mal zu Ende

Autor: Horst Schulte · abgelegt in Gesellschaft, Kritisch, Wirtschaft · am: 21-08-2008 · 0 Kommentare · PDF

Auch der Papst hat inzwischen seine Arbeit wieder aufgenommen. Vorbei die schöne, ruhige und sorglose Zeit. Nun muss er sich wieder seinen Aufgaben widmen. WELT Online kommentiert das so:

Für viele Menschen wie Außendienstmitarbeiter Benedikt sind die schönen Tage nun schon wieder vorbei: Gott hat seine Sommerferien beendet. Der Herrscher des Universums (Abteilung Christentum) will jetzt mit frischer Kraft vor dem Urlaub Liegengebliebenes abarbeiten (ein, zwei Naturkatastrophen) sowie ehrgeizige Vorhaben angehen (der 50. Geburtstag von Madonna, Relaunch der Bestrafungsmethoden für Masturbation und vorehelichen Geschlechtsverkehr ¿ „Kinder und Haare auf den Fingern sind ja so was von out“). Erleichterung beim Ex-Kabarettisten Bruno Jonas: „Gut, dass ER wieder da ist. Vor seiner Urlaubsvertretung Allah hatte ich irgendwie zuviel Schiss.“

Dialog


Bin ich also nicht der Einzige, der die Sendung f...
meint Boris on 2008-08-27 20:27:53

Hallo Jochen, ist ja witzig. Horrem kenne ich ganz...
meint Horst Schulte on 2008-08-27 19:04:00

@StoiBär: Genau, ich empfand den SpOn - Artikel a...
meint Horst Schulte on 2008-08-27 18:59:13

Hey Nachbar (in der realen Welt), schönes Blog ha...
meint Karrierebibel on 2008-08-27 18:13:10

Es ist daher meiner meinung nach i...
meint Gilbert on 2008-08-27 17:33:38

Zitat Gilbert ...
meint dajak on 2008-08-27 16:56:12

Habe die Sendung nicht gesehen, werde ich aber nac...
meint StoiBär on 2008-08-27 15:54:25

@Mario: der Reihe nach a) Sinn der nationalen T...
meint Gilbert on 2008-08-27 15:32:14



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